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Über uns

Der Bahnhof soll ein Treffpunkt für alle Reisende sein

„Stephanie Beier ist die Liebe zur Eisenbahn nicht in die Wiege gelegt worden, ihre Wiege stand direkt an den Schienen. Genauer gesagt im Bahnhof Schmiedefeld bei Neuhaus am Rennweg, wo ihre bei der Deutschen Reichsbahn beschäftigten Eltern wohnten.“

So stand es im Jahre 2014 in einem Bericht der Ostthüringer Zeitung. Ein paar Monate zuvor hatte ich das Göschwitzer Bahnhofsgebäude von der Deutschen Bahn erworben.

Das Bahnhofsgebäude stand bis dahin über Jahre leer. Es war ungenutzt. Reisende ärgerten sich darüber, dass es keine beheizten Warteräume gab und keine öffentliche Toilette. Von Bockwurst oder Soljanka ganz zu schweigen. Aber warum eigentlich? Göschwitz war immer schon ein Knotenbahnhof. Und der Bahnhof mit Jenas ältestem Empfangsgebäude, die meiste Zeit gab es hier eine Bahnhofswirtschaft.

Das Ziel von damals ist bis heute die gleiche geblieben. Kurz gesagt: Der Bahnhof soll ein Bahnhof sein! Also ein Treffpunkt für Reisende, für Gäste und Besucher. Dazu wurde die Bahnhof Jena-Göschwitz KG gegründet, die das Haus und sein direktes Umfeld betreibt. Das Unternehmen hat inzwischen acht Mitarbeiter.

Die schnelle Komplett-Sanierung war 2014 nicht möglich. Der Freistaat Thüringen jedenfalls wollte einen Wartehalle-Neubau mit Kamin und Kronleuchter nicht fördern. Also passiert jetzt alles Schritt für Schritt komplett eigenwirtschaftlich. Möglich wird dies durch Erlöse aus dem Bahnhofsbetrieb. 

  • Stephanie Beier

    Stephanie Beier

    Eigentümerin

Was bisher passiert ist

Der erste Bauabschnitt wurde 2015 abgeschlossen. Im Gebäude gingen wieder die Lichter an.
Am 3. Oktober 2015 eröffneten:

  • die Verkaufsstelle „Gleis 3/4“. Hierzu gehört der  Fahrkartenverkauf  im Auftrag von Abellio
  • der Warteraum im Oberlichtraum
  • eine öffentliche Toilette (mit Unterstützung der Stadt Jena)
  • Freifläche mit öffentlichem Wandererrastplatz (mit Unterstützung benachbarter Firmen)
  • beleuchteter Weg nach Göschwitz vor dem Bahnhof
  • Personalräume für die Erfurter Bahn
  • eine Dienstwohnung im Obergeschoss.

2017 und 2018 gingen weitere Räume in Betrieb:

  • Warteraum 2 mit etwa 25 Sitzplätzen, einem Kamin und Zug-Abfahrtstafel
  • Pausenraum für die DB Regio

Im noch nicht sanierten nördlichen Gebäudeteil sind geplant

  • Anbau mit Blick zum Gleis 3
  • ein Reisetreff mit mehr Bahndienstleistungen und kleinem Shop
  • die neue Bahnhofsküche

Bis zum Jahre 2024 sollte dies alles geschafft sein. Dann feiert die Saalbahn ihr 150-jähriges Jubiläum.

Das Foto zeigt einen Entwurf zur Umgestaltung des Bahnhofs Jena-Göschwitz aus dem Jahre 2014.

Die Pläne für ein Erweiterung des Bahnhofs Jena-Göschwitz aus dem Jahre 2014.