Suche
Suche Menü

Umbau

So könnte eine mögliche Öffnung der ehemaligen Mitropa (rechter Gebäudeteil, kleine Variante, Umfeld teilweise freigestellt) aussehen.

Wieder ein Treffpunkt für Reisende

Die Bahnhof Jena-Göschwitz KG wird den Umbau des Bahnhofsgebäudes in zwei Teilen realisieren: zuerst der südliche Gebäudeteil, dann der nördliche Teil. Der erste Bauabschnitt ist weitestgehend abgeschlossen.  Nach jahrelangem Leerstand gibt es wieder folgende Nutzungen:

  • die Verkaufsstelle „Gleis 3/4“ inklusive Fahrkartenverkauf und Service im Auftrag von  Abellio
  • zwei Warteräume, davon einer mit elektronischer Zugabfahrstafel
  • eine öffentliche Toilette
  • Freifläche mit öffentlichem Wandererrastplatz
  • beleuchteter Weg  nach Göschwitz vor dem Bahnhof
  • Personlaräume für die Erfurter Bahn und DB Regio
  • eine Dienstwohnung im Obergeschoss.

Zweiter Bauabschnitt

Im noch nicht sanierten nördlichen Gebäudeteil sollen weitere fahrgastrelevante Nutzungen ihren Platz finden. Geplant sind derzeit:

  • ein weiteres öffentliches WC
  • eine Lounge mit erweiterten Bahndienstleistungen/Reisezentrum
  • Küche
  • Minishop

Für Teilabriss und Neubau der Wartehalle hatte das Eisenbahninfrastrukturunternehmen Bahnhof Jena-Göschwitz KG im Jahre 2014 einen Zuschuss beim Freistaat Thüringen beantragt. Denn die Baukosten für  öffentliche Nutzung können nicht komplett über Erlöse refinanzieren werden.  Die Waretehalle soll schließlich kein Eintrittsgeld kosten. Dieser Antrag wurde in Erfurt abgelehnt.

Abgelehnt hat der  Freistaat Thüringen weiterhin Zuschüsse zu kleineren Bahnhofsverschönerungen. Dazu zählen die Instandsetzung des Gehweges nach Jena-Göschwitz, Fahrgastinformationssyste oder eine größere Fahrradabstellanlage. Dummerweise liegt Jena-Göschwitz nicht in Sachsen-Anhalt. In unserem Nachbarbundesland wird privates Engagement aufgrund einer „liberaleren“ ÖPNV-Förderkultur unterstützt, wenn es den Reisenden dient. Beispiel war zuletzt die Sanierung des Bahnhofs Salzwedel.

Und was ist mit den Stationsentgelten?

Alle Eisenbahnen müssen Geld bezahlen, wenn sie an einem Bahnhof  in Deutschland halten. Allerdings nicht immer an den Betreiber des Bahnhofsgebäudes. Das Geld fließt im Falle Jena-Göschwitz zu 100 % an DB Station & Service. Die Bahn-Tochter ist für die eigentlichen Verkehrsanlagen zuständig. Also Bahnsteige, Papierkörbe, Anzeigen … Das Stationsentgelt  für Jena-Göschwitz wurden ab 1. Januar 2019 auf 12,36 Euro pro Zughalt (im Fernverkehr auf 29,81 Euro) erhöht. Dabei spielt neben der vorhandenen Infrastruktur und der verkehrlichen Bedeutung auch die Ausstattung eine Rolle. Wie Jena-West und der Paradiesbahnhof ist Jena-Göschwitz in der Presiklasse 3 eingetuft. Das ist die drittteuerste von sechs Stufen.